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Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

Inhoffenstr. 7

38124 Braunschweig

Web: www.helmholtz-hzi.de

 

Infektionen - Nach wie vor unbesiegt!

Infektionskrankheiten schienen in der Mitte des 20. Jahrhunderts besiegt zu sein. Nach Entdeckung der Antibiotika meinte man, von Bakterien verursachte Seuchen im Griff zu haben. Dies war ein Trugschluss: Krankheitserreger können sich immer besser gegen die Antibiotika zur Wehr setzen. Neue Erreger kommen hinzu. Infektionen sind deshalb immer noch ein großes medizinisches Problem. Nach wie vor sterben weltweit jährlich rund 17 Millionen Menschen an Infektionskrankheiten - ein Viertel aller krankheitsbedingten Todesfälle.

 

Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

Im Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung untersuchen Wissenschaftler die Mechanismen von Infektionskrankheiten und ihrer Abwehr. Die Ergebnisse der Grundlagenforschung werden systematisch in Richtung medizinischer Anwendung entwickelt.

 

Zu den wissenschaftlichen Fragestellungen, die bearbeitet werden, gehören:

  • Was macht Bakterien oder Viren zu Krankheitserregern?
  • Warum sind manche Menschen besonders empfindlich, andere dagegen widerstandsfähig gegenüber Infektionen?
  • Wie können wir in Infektionsprozesse eingreifen?
  • Wie übertragen wir unsere Erkenntnisse auf die Anwendung beim Menschen?

 

Zur Klärung solcher Fragen untersuchen wir Erreger, die medizinisch relevant sind oder die als Modell für die Erforschung von Infektionen genutzt werden können. Das Verständnis dieser Mechanismen wird dazu beitragen, Infektionskrankheiten durch neue Medikamente und Impfstoffe zu bekämpfen.

 

Projektgruppe "Biologische Systemanalyse"

Prof. Dr. Ursula Bilitewski

Tel. 0531 / 6181 1010

Web: Biologische Systemanalyse

Die Arbeitsgruppe "Biologische Systemanalyse" erforscht neue Angriffspunkte für Antibiotika, die sich vor allem gegen kommensale und persistente Mikroorganismen richten sollen.

Zu den kommensalen Organismen gehört der Hefepilz Candida albicans, der etwa 75 % der Bevölkerung besiedelt, ohne zu Krankheitssymptomen zu führen. Im Unterschied dazu können Mykobakterien, wie der Tuberkulose-Erreger M. tuberculosis, schwere Infektionen verursachen. Nach einer akuten Phase, die behandelt werden kann, überleben einige Erreger im Patienten und entwickeln eine persistente Form, in der sie ruhen und die nicht mit Krankheitssymptomen verbunden ist. In beiden Fällen kommt es erst durch geeignete Bedingungen im Patienten zum Ausbruch einer Krankheit. Zu diesen Risikofaktoren gehört ein durch andere Krankheiten und / oder entsprechende Therapien geschwächtes Immunsystem.

Daher bilden Systeme aus Zellkulturen und Pathogenen die zentralen experimentellen Systeme. Dabei wird der Wirt durch die Zellkulturen, z. B. Epithelzellen und Zellen des angeborenen Immunsystems, repräsentiert. An ihnen wird untersucht, durch welche Faktoren eine stimulierende Wirkung der Pathogene auf die Abwehr durch die Wirtszellen erreicht werden kann. Dazu kann zum Beispiel die Zellwand der Pathogene so manipuliert werden, dass die immunstimulatorischen Komponenten für die Immunzellen zugänglich werden. Ein anderer Ansatzpunkt ist die Inhibierung von Stressabwehrreaktionen des Pathogens, da dadurch das Überleben unter den für das Pathogen unwirtlichen Bedingungen im Patienten erschwert wird.

Parallel zu grundlegenden Arbeiten zu den Signaltransduktionsmechanismen wird nach Substanzen mit der gewünschten Wirkung gesucht, wobei als Quellen Substanzbibliotheken aber auch eine Sammlung myxobakterieller Extrakte eingesetzt werden.

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